1300

Einwohner in Langeneichstädt

11

Vereine in Langeneichstädt

778

Eichstädt als ‚Ehstat‘ erstmals urkundlich erwähnt

Geschichte, historische Wurzeln und Traditionen

Um 778 Eichstädt als ‚Ehstat‘ erstmals urkundlich im Hersfelder Zehntverzeichnis als Nummer 111 erwähnt (1978 1200-Jahrfeier, 2003 1225-Jahrfeier).

600-1200: Siedlungen Drösig, Rani, Schemlitz, Wölkau, Zeckram und Zwanzig, zerfielen, um 1540 nicht mehr existiert, als Flurnamen gegenwärtig.

Namen der Ortschaft: ‚Achistide‘ (1053), ‚Ekenstete‘ (1205/75), ‚Eychstede‘ (1320).

Um das Jahr 1100 Ekkihard von Eichstädt, Sohn des Thimo von Schraplau und seiner Frau Adelheid, residierte mit Söhnen Ekkihard, Conradus und Siegfried in Eichstädt, kein Schloss mehr nachweisbar.

Kirchen in NE und OE um 1100 errichtet, evangelische Pfarrgemeinde erhält + nutzt, jährlich kulturelle Veranstaltungen für alle.

Walachenstein: Steinkreuzstumpf (1330-1550) auf Kirschberg in OE, seit 1707 Grabstein für walachischen Obersten.

1364 erstes Mal Name Langen-Eichstädt , bis Mitte des 15. Jh. gebräuchlich.

1465/67 Ober-, Mark- und Niedereichstädt urkundlich als nebeneinander bestehende Orte, Gerichtsbarkeit Amt Freiburg.

1493 Errichtung der Eichstädter Warte.

1861 Bockwindmühle als jüngste von vier am Barnstädter Weg errichtet, seit 2006 Heimatverein betreut, am Deutschen Mühlentag geöffnet. Besichtigungen für Schulklassen und auswärtige bzw. ausländische Gästen auf Zuruf/Vereinbarung.

1864 Zeckernhügel: Hockergrab mit Kugelamphoren ausgegraben (Fundstücke im Römisch Germanischen Zentralmuseum in Mainz).

1930 Schulhaus im Warteweg erbaut, jetzt Heimatstube, Betreuung Heimatverein.

1.4.1937 die bis dahin selbständigen Dörfer OE und NE werden nach reichsgesetzlichem Beschluss v. 28.12.1936 vereinigt und tragen seitdem den Namen Langeneichstädt (LE).

2.5.2005 Heimatverein Langeneichstädt e.V. gegründet, Hauptaktiviten: Betreuung Bockwindmühle und Heimatstube, AG ‚Chronik und Schriftgut‘: Aufarbeitung der Geschichte.

Seit 1.1.2006 LE ein Ortsteil der Stadt Mücheln (Geiseltal).

 

 

  • Einwohnerzahl 2020: ca. 1300
  • Langeneichstädt hat 11 Vereine
  • Langeneichstädt nachweislich seit mehr als 5500 Jahren besiedelt.
  • Menhir Dolmengöttin auf Wartehügel (Alter 5500 Jahre, Original im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle, vor Ort eine Replik).
  • Jungsteinzeitliches Großsteinkammergrab (Salzmünder und Bernburger Kulturepoche).
  • Warteverein pflegt das historische Areal von Dolmengöttin, Steinkammergrab und Eichstädter Warte, jedes Jahr Pfingstmontag Wartefest.
  • Besteigen der Warte: Pfingsten + am Tag des offenen Denkmals.
  • Langeneichstädt gehört zur Tourismusroute ‚Himmelswege‘.
  • Steinzeitgräber: Kirche St. Nikolai, Niedereichstädter Borke, Melkstand Obereichstädt, Warteweg.
  • Niedereichstädter Borke (künstlich aufgeschütteter Erdhügel aus vorchristlicher Zeit (5./6.Jh.), Kulthandlungen, Artefakte slawischer Besiedlung.)
  • Rings um Eichstädter Warte uralte, historische Wege (Schraplauer Weg, Teil einer Salzstraße, zwei Heerstraßen).
  • Seit 2010 Schriftenreihe ‚Aus der Geschichte Langeneichstädts‘ herausgegeben (bisher 10 Hefte, 72 - 96 Seiten).